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Recenzje filmowe » Inception
21.wrz.2010
Der bewusstlose Dominic „Dom“ Cobb wird an einem Strand von einem Wachposten gefunden und zu einem Mann gebracht, der ihm nur schwer verständliche Dinge erzählt.

Der bewusstlose Dominic „Dom“ Cobb wird an einem Strand von einem Wachposten gefunden und zu einem Mann gebracht, der ihm nur schwer verständliche Dinge erzählt. Cobb hat nur zwei Dinge bei sich: eine Pistole und einen kleinen Kreisel.

In einer Rückblende wird von einem Verbrechen in einem Traum berichtet. Cobb und sein Helfer Arthur sowie Nash, ein „Architekt“ der Traumwelten, befinden sich gemeinsam im Unterbewusstsein des japanischen Geschäftsmanns Saito. Saito weiß um Cobbs Auftrag, eine Idee aus seinem Unterbewusstsein zu stehlen. Mit Hilfe einer Cobb bekannten Frau vereitelt er dies, kurz bevor Cobb die Information aus einem Safe stehlen kann. Mit Arthur als Geisel zwingen sie Cobb, seine Waffe und die Zielinformation auszuhändigen. Saito kann die Geisel nicht einfach töten, da Arthur dann nicht sterben, sondern nur aus dem Traum aufwachen würde. Schmerzen fühlt dieser (Arthur) aber wie bei einer echten Verletzung. Die Frau fügt Arthur eine schwere Schussverletzung zu und zwingt Cobb damit zur Aufgabe. Cobb weckt Arthur durch einen gezielten Kopfschuss, um ihm weitere Schmerzen zu ersparen. Der Traum-Architekt Nash weckt Cobb und zuletzt Saito durch einen Kick, eine starke Umgebungsänderung für die schlafende Person einer niederen Ebene, aus ihrem Traum auf. Nach dem Aufwachen wollen sie Saito mit Gewalt zur Herausgabe der Information zwingen. Saito bemerkt jedoch einen Fehler in der vermeintlichen „Realität“. Ein Teppich im Zimmer fühlt sich nicht real an. Offensichtlich befinden sich alle nach wie vor im Unterbewusstsein von Saito: Es ist ein Traum in einem weiteren Traum.

Nach dem Aufwachen erklärt Saito den Extractors, dass das gesamte Projekt nur ein Test gewesen sei. Der Traum-Architekt Nash, der sich als unfähig erwiesen hat, wird an Cobbs enttäuschte Auftraggeber ausgeliefert. Cobb und Arthur bringt man hingegen zu einem Flughafen (Saito lässt sie scheinbar davonkommen). Im letzten Moment bietet er ihnen jedoch einen neuen Auftrag an: er sucht die besten Extractors für ein eigenes Projekt. Saito bittet Cobb und Arthur, ihn bei einer Inception zu unterstützen. Dabei sollen sie für ihn einen Gedanken in den Geist einer Person einpflanzen. Arthur ist zunächst skeptisch, doch Saito überzeugt Cobb, indem er ihm anbietet, alles Mögliche zu tun, damit Cobb in sein Heimatland zurückkehren kann, was ihm bisher aufgrund eines Haftbefehls wegen Mordes nicht möglich war. Cobb geht auf das Angebot ein und holt den Fälscher Eames, die neue Traum-Architektin Ariadne und den Chemiker Yusuf ins Team. Yusuf bereitet eine Drogenmischung (u.a. mit Sedativa) zu, die für das Traum-Sharing benötigt wird. Als Cobb diese ausprobiert und anschließend testen will, ob er sich im Traum oder der Realität befindet, wird er dabei gestört und kann den Test nicht durchführen. Im weiteren Verlauf der Handlung erkennt Ariadne während des Trainings in Cobbs Unterbewusstsein, dass er stark unter dem Tod seiner Frau Mal leidet, was auch Einflüsse auf seine Traumwelten hat. Die Projektion seiner Frau Mal behindert Cobbs Arbeit ebenso wie das Auftauchen seiner Kinder, deren Gesichter er nicht sehen kann.

Das Ziel der Inception ist Robert Fischer, Sohn eines Großindustriellen und Konkurrenten Saitos. Cobb soll ihm den Plan einpflanzen, das Unternehmen seines Vaters nach dessen Tod aufzuspalten, wovon sich Saito eine Schwächung des Konkurrenten verspricht. Cobbs Team muss dafür verschiedene Traumebenen passieren, damit die Eingebung für die Zielperson so realistisch wie möglich wirkt. In jeder Ebene des Traums versetzen sie sich wieder in einen Traumzustand, also einen Traum im Traum. Mit jeder Ebene verlangsamt sich die Zeit, da das Gehirn im Traum schneller arbeitet (zumindest wird dies im Film so erklärt). So entsprechen fünf Minuten realer Zeit einer Stunde in der ersten Traumebene, aber schon zwanzig Stunden in der nächsten. In den tiefsten Träumen sind nur wenige Momente so dramatisch verlangsamt, dass sie Jahrzehnte dauern. Beim Tod in diesen tiefen Traumebenen besteht für die Extractors die Gefahr, nicht mehr in der Realität aufzuwachen, da sie durch die Verabreichung von Sedativa am Aufwachen gehindert werden. Man erreicht stattdessen den Zustand des so genannten Limbus, aus dem man unter Umständen nicht mehr aufwachen kann. Dort verbringt man Jahrzehnte in einem Traum, der in der Realität nur wenige Augenblicke dauert.

Dom und Mal Cobb haben bereits viele Jahre in diesem Zustand verbracht. Sie gelangten in den Limbus als sie das Konzept von einem Traum in einem Traum erforschten. Jahrzehntelang schufen sie sich als Traum-Architekten dort ihre eigene Welt und alterten gemeinsam. Sogenannte Totems, kleine Objekte mit charakteristischen Eigenschaften die nur ihr Besitzer genau kennen sollte wurden verwendet, um im Zweifel zu prüfen, ob man sich noch immer in einer von jemandem konstruierten Traumumgebung befindet. Die Idee Totems zu benutzen stammte von Mal, Cobb hatte nie einen eigenen. Ihr Totem ist ein kleiner Kreisel, der sich in einem Traum permanent drehen würde, in der Wirklichkeit aber irgendwann umkippt. Gemäß Dom Cobb soll Mal, gefangen im Limbus, in ihrem Unterbewusstsein den Kreisel in einem Safe eingesperrt haben, "als eine Wahrheit (dass ihre Welt nicht real ist), die sie einst kannte jedoch zu vergessen wählte" weil der Limbus für sie zur Realität wurde und sie dort verbleiben wollte. Um gemeinsam aus dem Limbus herauszukommen, führte Cobb bei ihr eine Inception durch, die in ihr (wieder) die Idee aufkeimen ließ, ihre Welt sei nicht real. Dabei brach er in ihr Unterbewusstsein ein und versetzte den Kreisel in ihrem Safe in Rotation, der dort dann im rotierenden Zustand verblieb. Anschließend ließen sie sich von einem Zug überfahren und wachten gemeinsam in der vermeintlichen Realität auf. Mal war jedoch weiterhin davon überzeugt in einem Traum zu sein, worauf sich Cobb selbst die Schuld zuschob, und tüftelte einen Plan aus, um ihn dazu zu bringen mit ihr gemeinsam Selbstmord zu begehen. Sie verwüstete das Hotelzimmer, in dem sie ihren Hochzeitstag verbringen wollten, und hinterließ bei ihrem Anwalt einen Brief, in dem sie Cobb Mordpläne vorwirft. Ihr Plan scheiterte als sie vom Fenster in die Tiefe sprang und er ihr nicht folgte. Auch hier spielte das Totem, das sie bis zu ihrem Selbstmord bei sich trug, offenbar eine wichtige Rolle. Welche genau ist jedoch unklar, denn jedes Mal, als Cobb es verwendete, um zu prüfen, ob sie Recht hatte, kippte es um.
Cobb geriet daraufhin unter Mordverdacht und musste unverzüglich aus den Vereinigten Staaten fliehen. Seine Kinder ließ er bei seinen Eltern zurück.

Fischer kehrt für die Beerdigung seines Vaters, der inzwischen verschieden war, in die Vereinigten Staaten zurück. Der Flug (von Sydney nach Los Angeles) ist der einzige Zeitraum, in dem die Extractors für längere Zeit an ihn herankommen können, da ihr ganzes Team für das Eindringen in die Träume ihres Opfers mittels einer technischen Apparatur mit ihm verbunden sein muss. Der einflussreiche Saito, der kurzerhand die gesamte Fluggesellschaft kauft, mit der Fischer fliegt, hat es arrangiert, dass außer Fischer und ihm nur Cobb, Arthur, Eames, Ariadne sowie Yusuf in der ersten Klasse der Boeing 747 sitzen. Die Flugbegleiterin arbeitet ebenfalls für Saito. Das Team besteigt gemeinsam mit Fischer das Flugzeug und verabreicht ihm ohne sein Wissen das Sedativum. Mit Hilfe der Flugbegleiterin dringen alle sechs gemeinsam in sein Unterbewusstsein ein. In der ersten Ebene können sie Fischer kidnappen, werden aber von Abwehrkräften aus Fischers Unterbewusstsein angegriffen. Dabei wird Saito schwer verletzt. Der Fälscher Eames nimmt derweil im Traum die Identität von Fischers Paten Peter Browning an und wird mit diesem zusammen eingesperrt. Er gaukelt Fischer vor, ebenfalls gekidnappt sowie gefoltert worden zu sein und versucht, von ihm weitere Informationen zu erhalten.

Während das Team der Extractors weiter von den Abwehrkräften gejagt wird, dringt es, mit Ausnahme von Yusuf, der einen Kleintransporter mit dem Team und Fischer fährt und vor dessen Abwehrkräften flieht, in die nächsttiefere zweite Ebene (ein Hotel) ein. Hier kann Cobb Fischer überzeugen, dass sie sich in einem Traum befinden und er hier sei, um ihm zu helfen. Gemeinsam begeben sie sich in die dritte Ebene.

In dieser ist das gesuchte Geheimnis in einer von „Soldaten“ bewachten Festung in den Bergen versteckt. Während die Extractors in die Festung eindringen, müssen sie zahlreiche Gefechte mit den Soldaten bestehen. Kurz bevor sie den Tresorraum erreichen, wird Fischer jedoch von Cobbs Gedankenprojektion seiner toten Frau Mal getötet und verbleibt im Limbus. Eames hält das Projekt für gescheitert, doch Ariadne kann ihn und Cobb überzeugen, noch eine Ebene weiter zu schreiten, um den Plan doch noch zu Ende zu führen. Dort treffen sie erneut auf Mal. Cobb gibt zu, dass er bereits einmal eine Inception durchgeführt hat. Er war es, der Mal die fortdauernde Idee eingepflanzt hatte, dass ihre Welt nur eine Traumwelt sei, aus der man aufwachen müsse. Mal versucht Cobb zu überzeugen, in dieser Ebene, dem Limbus, zu bleiben. Ariadne tötet Mal und gibt Fischer einen Kick, wodurch er wieder auf die dritte Ebene zurückkehrt. Dort trifft er auf seinen sterbenden Vater. Durch die Inception vermittelt Cobbs Team Fischer das Gefühl, sein Vater habe sich auf dem Sterbebett gewünscht, dass sein Sohn seinen eigenen Weg gehe. Dieser Gedanke wird in der realen Welt dazu führen, dass Fischer, Saitos Wunsch gemäß, das Imperium seines Vaters aufteilt.

Saito ist derweil in der dritten Ebene gestorben und verbleibt im Limbus. Cobb kehrt nicht in die dritte Ebene zurück, sondern sucht Saito in der vierten Ebene, um ihn zurückzubringen, da er ohne Saitos Fürsprache nach der Rückkehr in die USA verhaftet würde.

Saito und Cobb sterben in der ersten Ebene: Saito erliegt dort seinen Schussverletzungen und Cobb ertrinkt im Wasser. Cobb erwacht am Strand und der stark gealterte Mann, zu dem er gebracht wurde, gibt sich als Saito zu erkennen. Cobb zeigt ihm mithilfe seines Totems - sein sich kontinuierlich drehender Kreisel - dass er sich in einem Traum befindet und bittet ihn zurückzukehren, worauf Saito zu seiner Pistole greift. Gemeinsam wachen alle aus dem Traum auf und Saito kann Cobb die versprochene Rückkehr in die Vereinigten Staaten ermöglichen.

Auf dem Flughafen deutet sich die wahre Natur von Cobbs Realität an. Das Flughafenpersonal besteht aus Personen, die zuvor bereits in einer anderen Rolle auftauchten, etwa in Form von Fischers Projektionen seiner Sicherheitskräfte. Dies bedeutet, dass sie alle Cobbs Gedankenkonstrukte waren und sind, Fragmente seiner Erinnerungen aus der wahren Welt. Damit erfährt der Zuschauer, dass sich die gesamte Handlung von Anfang an in Cobbs Traum abspielte, wahrscheinlich dem Limbus (unkonstruierter Traumzustand). Cobb selbst kann das nicht wissen.

Cobb trifft endlich wieder auf seine Kinder. Die Szene ist nahezu identisch mit seinen bisherigen Projektionen seiner Kinder, doch dieses Mal drehen sie sich das erste Mal zu ihrem Vater um, und man sieht ihre Gesichter. Cobb setzt an einem Tisch zuvor noch den Totem-Kreisel Mals in Bewegung und rennt auf seine Kinder zu, um diese in seine Arme zu schließen.

Das Totem dreht sich währenddessen auf dem Tisch weiter, was darauf hindeutet, dass Cobb sich nach wie vor in einem weiteren Traum befinden könnte. Für einen kurzen Augenblick scheint der Kreisel aber aus dem Gleichgewicht zu geraten und wackelt, dies wird auch durch das Kreiselgeräusch untermalt, dann wird auf den Abspann ausgeblendet. Die Frage, ob sich Cobb nur in einem weiteren Traum oder in der Realität aufhält bleibt damit im letzten Augenblick des Films doch noch offen.

 

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